Dezember 2011
Unsere Weihnachtsgeschichte für 2011
Vom Weihnachtsmann, Engeln und ...
Wie immer und jedes Jahr so war es auch in dieses Mal wieder, in den letzten Wochen des Jahres neigten sich die Farbfässchen der kleinen Engel dem Ende entgegen. Der Vorrat an Pinseln war geschrumpft und das nicht nur durch die Arbeit, der eine oder andere war einfach verschwunden und tauchte nicht mehr auf. Und wenn doch, so war er meist nicht mehr zu gebrauchen, und die Übeltäter, die in Frage kamen, schauten einen sowieso immer nur mit großen Augen und einem Undschuldsblick an. Weihnachten kam natürlich nicht plötzlich, aber in den letzten Jahrzehnten gab es doch um einiges mehr für sie zu tun. Und so waren die kleinen Engelchen durch die Städte herumgewirbelt und hatten Nachrichten verteilt, hatten dabei wie immer besonders gute Laune verbreitet und alle zum Lächeln gebracht. Oben, an die großen Engel aus der Engelsbäckerei leckere Plätzchen verteilt, aber und vor allem selbst genascht, denn nur wenige von ihnen konnten den herrlich duftendem und köstlichen Weihnachtsgebäck wirklich wiederstehen. Ihre dunklen Augen leuchteten beim Kauen des Naschwerkes und sie krümelten beim Essen, was nicht ganz unbeabsichtigt war, denn jeder noch so kleine Kekskrümel wurde akribisch von ihren kleinen weißen Terriern verputzt die stets da waren wo auch die Engelchen waren. Ja, am Anfang hatten die großen Engel sie noch belächelt als sie dem Weihnachtsmann auch ihre Mithilfe beim Weihnachtgeschäft angeboten hatten. So niedlich und klein, gar keine richtigen Engel eher doch Schoßengel wie ihre süßen Hunde die immer in ihrer Nähe waren und eigentlich jeden mit ihrem Aussehen und ihren lustigen, manchmal auch etwas frechen Art zum Lachen brachten. Denn große Lasten konnten die kleinen Engel natürlich nicht tragen aber sie kannten sich unten unglaublich gut aus und waren immer bestens über alles informiert was sich in den Häusern der Menschen an Wünschen auftat. Und sie waren schnell, das mussten die großen Engel wirklich zugeben. Schnell und elegant und gradezu unermüdlich erledigen sie nun seit Jahren die Botengänge des Weihnachtsmanns und sparten den großen Engeln damit viel Zeit. Die kleinen Engelchen kannten halt jedes Haus und wussten genau wer in ihnen wohnte. Und wenn an einem der Häuser ein besonderes Licht zu sehen war erkannten auch die großen Engel, die dort etwas zu erledigen hatten, das hier ein mit viel Herzblut hergestellten Terrier der Engel für eine Zeil lang lebte. Und so wurden die Nachrichten von den Engeln schnellstens hin und her gebracht und der Weihnachtsmann würde es natürlich nicht sagen aber er bekam immer gute Laune wenn er ihnen bei der Arbeit zuschaute. Allerdings waren sie zu mehreren öfter auch recht laut und leicht chaotisch und überall um sie herum hüpften und lärmten ebenfalls die Hunde, was in den letzten Jahren auch schon zu kleineren und größere Katastrophen geführt hatte. So verschwand schon mal was Leckeres was eigentlich nicht für die Terrier gedacht war und keiner wollte es dann gewesen sein, selbst dann nicht wenn man die Reste noch an ihren Bärtchen kleben sah, die einige von ihnen trugen. Sachen wurden zerknabbert und mussten schnellstens wieder ersetzt werden oder es wurden mit Geschenke gespielt und diese durch die Gegend geschleppt und dann irgendwo von ihnen draußen im Garten vergessen. Aber der Weihnachtsmann hatte gelernt das die kleinen Engel wenn es um ihre Lieblinge ging sehr dickköpfig werden konnten, und leider auch etwas uneinsichtig waren. Also nahm er sich dann lieber die Zeit und sehr, sehr viele Kekse, und teilte sich diese mit den Hunden und tadelte eher mäßig weil er ihnen ja auch nie lange böse sein konnte. Denn wenn er in ihr hübschen mandelförmigen dunklen Augen blickte, hatte er seinen Ärger eh schon wieder vergessen. Sofort waren auch alle kleinen Engel dort und die Terrier saßen auf seinen Beinen und lehten sich an seinen Rücken und drängelten sich in seine Arme und von allen Seiten um ihn herum, die kleinen Engelchen lächelten ihn dann an und naschten ebenfalls die Kekse von ihm und die Pfötchen der Hunde hinterließen so manchen Fleck auf seiner Hose und der Jacke. Und wenn nach einer solchen Pause der Weihnachtsmann auch nur den Gedanken hatte jetzt müssen wir aber weiter machen um noch alles rechtzeitig fertig zu bekommen waren sie schon auf den Beinen und warteten auf seine Anweisungen und legten sofort los. Dies natürlich schnell und laut mit einem großen Durcheinander was durch die vielen Hunde noch verstärkt wurde. In all diesem Trubel, auch während der Weihnachtszeit, hörten die kleinen Engelchen trotzdem immer sofort ihren leisen Ruf und so verschwand mal der eine, oder andere Engel für eine Zeitlang, mal kürzer oder auch schon mal etwas länger manchmal auch zu zweit oder gar zu dritt und stets kamen sie danach bestens gelaunt wieder zu den anderen zurück. Sie lächelten dabei und verbreiteten ein ganz besonderes Licht und strahlten ein großes Wohlbefinden aus was alle die in ihrer Nähe waren mit abbekamen. Die Flecken an ihren Fingern, in braun oder schwarz und oft auch auf ihren weißen Kleidchen wurden von den Hunden besonders gern beschnüffelt bevor sie nach einer Weile wieder verschwunden waren. Alle waren immer wieder aufs Neue ganz gespannt und sehr neugierig was die Engelchen denn diesmal so gamalt hatten aber die Engelchen lächelten nur und verrieten nichts. Jedesmal sollte es aufs Neue eine besondere Überraschung sein, und das für alle. Nachdem die Weihnachtstage vorbei und alle Arbeiten erledigt waren, trafen sich die großen und kleinen Engel und alle anderen Helfer vom Weihnachtsmann noch einmal bevor dieser in seinen wohlverdienten Urlaub ging. In einem großen und wunderschönen Wald, den die Menschen nicht kannten und auch nicht finden konnten, war ein besonders schöne Lichtung enstanden. Hier trafen sie sich, waren aber nicht allein, sondern viele alte und junge Terrier wirbelten und spielten auf ihr herum und warteten auf die Engelchen. Sie alle fühlten sich an diesem Ort besonders wohl und auch die Engel tankten hier ihre Kraft fürs neue Jahr. Ihnen war die Freude anzusehen ihre Terrier wieder zu sehen die auf der Lichtung herum tollten. Diese sprangen auf die kleinen Engel zu um von ihnen umarmt und geherzt zu werden. Einer der kleineren Terrier lief aber zu einem der großen Engel der ganz erstaunt nach unten schaute und den Hund dann freudig auf den Arm nahm. Und genau an diesem schönen fröhlichen Platz verteilte der Weihnachtsmann dann jedes Jahr seine letzten besonderen Päckchen. Nicht das je einer der Helfer einen Wunsch geäußert hätte aber der Weihnachtsmann wußte immer ganz genau womit er jedem Einzelnen von ihnen eine Freude machen konnte. Auch die kleinen Engel erhielten ihre Geschenke und vor Freude hüpften und sprangen die temparamentvollen kleinen Engel herum und zogen vor Übermut mit allen Hunden über die Lichtung. Sie waren glücklich denn nun hatten sie wieder lauter Fäßchen mit ihrem Jahresvorrat um ihrer liebsten Arbeit nach gehen zu können, die Herstellung der kleinen Terriern denen ihr Herz gehörte. Und schon verabschiedeten sich die ersten vom Weihnachtsmann und sausten los, denn sie hatten ihren Ruf gehört. Die anderen Engel warteten bis sich vom Himmel der schöne Regenbogen langsam nach unten senkte und folgten etwas langsamer mit einem Lachen und den vielen Pfötchen die um sie herumsprangen und nun wieder mit nach Hause kamen. Diesmal folgte ihnen auch einer der großen Engel und er hatte Freudentränen in seinen Augen denn außer dem Geschenk vom Weihnachtsmann trug er ein ganz besonders hübsches Terriermädchen in seinem Armen. Er folgte den kleinen Engeln in ihr großes weitläufiges Haus zum Arbeitsraum der ganz am Ende des Ganges lag. Beim Betreten hatte man einen traumhaften Blick zu einen unendlich schönen Garten in denen man die Hunde spielen sah. Davor waren überall Plätzchen die zum Sitzen, Schlafen und Träumen einluden und von Terriern und Engeln, großen und kleinen gleichermaßen besetzt wurden. Die großen gemütlichen Arbeitstische standen etwas versteckt in kleineren Nischen mit viel Pflanzen drum herum und doch konnte man auf manchen der Tische die Pinsel und Farbtöpfchen sehen die kreuz und quer herumlagen. Alles sah etwas chaotisch aus und es passt genau zu den kleinen Engelchen. Die Geschenke vom Weihnachtsmann räumten sie nun in die Regale und einige sortierten und füllten und räumten in den Fächern und Schubladen herum. Und selten durfte mal einer der großen Engel an den Tisch kommen und ihnen bei der Arbeit zuschauen oder gar selbst ein kleines besonderes Kunstwerk erstellen. Hinten an einen der Tische waren zwei von ihnen grade dabei, bei gedämpften Licht und ganz hingebungsvoll etwas winzig kleines anzumalen. Die Pinsel wurden in die offene Farbtöpfchen getunkt und leise summten sie dabei. Hinter dem einem der großen Tresen suchten zwei von ihnen aus vielen Fächern und Schublden etwas heraus und portionierten es sorgfälltig in eine schöne Schachteln die sie danach zu den Engelchen rüberbrachten. Einer von ihnen zeigt plötzlich auf einen der Terrier, der wartend zuschaute, grinste, und lief vorsichtig mit der Schachtel zurück und holte nach kurzen Suchen aus einen der Fächer noch etwas Pulver heraus und füllte es mit einem glücklichen Lächeln dazu. Als er mit der Schachtel am Arbeitstisch war flüsterten die Engelchen und alle drehten ihre Köpfe um und schauten lächeld zu dem Terrier herüber dieser legte den Kopf schief und wedelte mit seinem Schwanz. Der große Engel der mit ihnen gekommen war hatte sich still in ihre Nähe neben dem großen leutenden und glitzerden Weihnachtsbaum gesetzt und das Terriermädchen vorsichtig zu Boden gelassen und schauten nun den kleinen Engeln zu, während sich der Hund auf seine Füße gelegt hatte und eingeschlafen war. Plötzlich drängelte einer der kleinen Engel und es wurde etwas hektisch am Tisch wobei von seinen Pinsel lauter schwarze Farbpunkte auf die noch feuchten kleinen uneingepackten Kunstwerke spritzte, was typisch für ihn war und die anderen Engel mussten lachen und riefen "Glückspunkte ". Sie kämmten zwei dieser Kunstwerke noch behutsam mit einer speziellen Bürste ganz glatt, dann verpackten sie sie liebevoll und vorsichtig. Jedes für sich allein, damit nichts kaputt ging denn sie waren klein und zart, noch sehr empfindlich. Diesmal waren es eins, zwei, drei und zuletzt legte einer der Engel noch vorsichtig noch viertes dazu. Ein letzter Blick in das Notizbuch und dann wurde das zusammengemischte Pulver aus der hübschen Schachtel noch behutsam auf die kleinen Kunstwerke gepustet bevor sie geschwind mit einem lachenden kleinen weißen Engelchen verschwunden waren. Aufgeregt liefen nun alle durcheinander, was ja typisch für die Engelchen war, um sich mit Keksen und Tee gemütlich im Garten zu treffen weil sie nicht wussten wie lange es diesmal dauern würde, und um von dort nach unten auf die Erde zu schauen. Die Zeit verging und es lag Spannung in der Luft, sie flüsterten leise und warteten voll Neugierde auf dass, was die zwei Engel so liebevoll angefertig hatten. Und da, es war soweit, alle hielten den Atem an und sie freuten sich und bestaunten dann den ersten Terrierwelpen der nun geboren war und eine wunderschöne gleichmäßigen Gesichtsmaske hatte, man erkannt gleich das ihn ein ganz bestimmter Engel gemalt hatte, der zweite hatte eine freche Zeichnung und würde später sicher einen ganz witzigen Namen von seinem Menschen bekommen. Beim dritten konnte man viele verschieden große Farbkleckse sehen was einige der Engel besonders liebten, und als letztes noch ein strahlender weißer Welpe genau so wie einige andere es gerne mochten, sie grinsten sich alle an, denn für jeden Geschmack war diesmal etwas dabei. Leise und gespannt warteten sie und erst nachdem sie sahen das auch ganz untem im Wohnzimmer, der sorgsam ausgesuchten Züchter, dem sie dieses wundervollen Kunstwerke anvertraut hatten, an der Wurfbox kniete und begeistert jeden der noch so winziegen Welpen behutsam hochnahm und von allen Seiten bestaunte und bewunderte sowie seine Hündin liebevoll streichelte und diese überschwenglich lobte, erst da wurden es bei den Engel lauter und sie gratulierten den Künstlern zu diesen gelungenen Terrierwelpen. Auch der eine oder anderere der älteren Hunde schaute nach unten freute sich, und leckte als Dank den Engelchen über das Gesicht. Einer der Engel holte ein sehr altes Notizbuch aus einer alten Truhe und schrieb sorgfältig etwas dazu bevor er es zufrieden wieder schloß und zurück legte, dann ging er zu den großen Engel der immer noch mit dem Hund zu seinen Füßen dasaß . Dieser hatte sein Geschenk geöffnet und nun hatte das Terriermädchen ein schickes neues Halsband um, mit bunten Schmetterlingen darauf. Der kleine Engel schaute den großen Engel an und dieser flüsterte ein ganz leises "Danke, das ich diesen Terrier mit anmalen durfte" und zeigte zu seinen Füßen, " Ich wußte ja das ihr dabei eurer Herzer mit einfließen lasst aber mir war nicht klar das das Loslassen so schwer ist." Während er das Terriermädchen zart krauelte bedanke er sich noch einmal beim kleinen Engel das sie sein kleines Kunstwerk, so früh, wieder mit nach oben geholt hatten. Der kleine Engel nickt, sie hatten doch gesehen wie sehr der große Engel unter der Trennung gelitten hatte. Der kleine Engel flüsterte leise zurück: " Du weißt das wir nur selten so etwas machen können, da die Menschen auch sehr traurig werden " Der große Engel nickte und schaute liebevoll auf das dunkle, fellige Terriergesicht zu seinen Füßen. "Ja ich weiß", sagte dieser und versprach den kleinen Engeln fürs kommende Jahr ein ganz besonders Schutzengel zu sein der sorgfälltig auf alle Terrier achten wird, besonders auf die ganz Kleinen und alle die etwas anders waren als die anderen. Auf dass es ihnen allen gut geht und sie von ihren Menschen immer geliebt werden und vorallem das sie und ihre Menschen zusammen glücklich sind. Der kleine Engel nickte und freute sich einen der großen Engel als Wächter auf der Erde fürs nächste Jahr zu haben. Er erzählte es den anderen und die waren sehr begeistert. Ganz feierlich ernannten sie den großen Engel am glitzerden Weihnachtsbaum zum Terrierschutzengel für's Jahr 2012 !
The End
Möge der Terierschutzengel seine Aufgabe gewissenhaft im nächsten Jahr nachgehen.
Für Butterfly
Susanne Dez. 2011
Zu Hunde 2011
